WAS IST VERHALTENSTHERAPIE ?

Die Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Heilung und Linderung psychischer Störungen und zur Lösung von Problemen. Um die im Therapievertrag vereinbarten Therapieziele zu erreichen, können in der Verhaltenstherapie inzwischen mehr als 50 verhaltenstherapeutische Einzelverfahren eingesetzt werden, zum Beispiel:

Die kognitive Verhaltenstherapie überprüft negative Gedanken und
  Einstellungen die automatisch auftreten, und versucht diese durch
  rationalere bzw. durch angepasstere Gedanken zu ergänzen oder
  ersetzen.

Die Schematherapie geht davon aus, dass es bestimmte meist in der
  Kindheit erworbene Grundschemata gibt, die unsere Gefühle und un-
  ser Verhalten beeinflussen und eine zufriedenes und erfülltes Leben
  erschweren oder sogar krank machen können. Während der Therapie
  werden die Muster bewusst gemacht und positiv verändert.

Die Konfrontationstherapie wird bei Ängsten angewendet. Mit thera-
  peutischer Vorbereitung und Unterstützung werden erlernte Ängste
  wie zum Beispiel vor großen Höhen, engen Fahrstühlen, Schlangen
  oder Spinnen wieder verlernt.

Weitere Verfahren, die je nach Persönlichkeit des Patienten und der auftretenden Probleme eingesetzt werden, sind u. a. Stressimpfungstraining, Entspannungsverfahren, Selbstmanagementtraining, Achtsamkeits- und Akzeptanzübungen und das Training von sozialer Kompetenz. Allen Formen ist gemeinsam, dass die Hilfe zur Selbsthilfe für den Patienten im Mittelpunkt steht, ihm nach Einsicht in Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner Probleme Methoden an die Hand gegeben werden, mit denen er zukünftig besser zurecht kommt.

Hierbei werden Therapieziele gemeinsam von Therapeut und Patient vereinbart. Der Therapieprozess ist im gesamten Verlauf transparent, das heißt, der Patient wird über das Vorgehen vollständig aufgeklärt, so dass er alles, was ihm vermittelt wird, verstehen und nachvollziehen kann. Die Verhaltenstherapie wird je nach Problem in der Regel als Kurzzeittherapie (25 Therapiestunden) oder Langzeittherapie (45 Therapiestunden) durchgeführt.

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