GESETZLICHE KRANKENKASSEN

Als Privatpraxis kann ich nicht direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Hierfür ist ein so genannter Kassensitz notwendig, über den ich zur Zeit, trotz geeigneter Qualifikation, nicht verfüge.

In begründeten Einzelfällen besteht die Möglichkeit sich die Kosten einer privaten Psychotherapie in meiner Praxis von ihrer Kasse erstatten zu lassen. In diesem Fall greift das so genannte Kostenerstattungsverfahren. Denn sollten Sie in den letzten 3 Monaten keinen Therapieplatz bei einem Vertragspsychotherapeuten der kassenärztlichen Versorgung in Ihrer Nähe gefunden und eine Psychotherapie begonnen haben, dann ist die Gesetzliche Krankenkasse verpflichtet, Ihnen bei Vorliegen einer Erkrankung einen Therapieplatz zur Verfügung zu stellen, auch wenn der Psychotherapeut nicht zur kassenärztlichen Versorgung gehört.

Die Gesetzliche Krankenkasse kann also im Einzelfall eine Therapie bei mir anteilig oder voll übernehmen, wenn Sie die o.g. Punkte formlos schriftlich nachweisen können. Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte an mich oder direkt an Ihre Krankenkasse. Gerne unterstütze ich Sie bei den Formalitäten zur Beantragung der Kostenerstattung.

Folgende Schritte sollten Sie bei der Beantragung der
Kostenerstattung beachten:

  1. Teilen Sie Ihrer Krankenkasse in einem formlosen Schreiben
    Ihren Bedarf an einer Verhaltenstherapie mit.
  2. Erbringen Sie den Nachweis, dass Sie trotz mehrerer Versuche,
    (mindestens drei, besser fünf Versuche) keinen kassenärztlichen
    Psychotherapeuten in Ihrer Nähe finden konnten.
  3. Lassen Sie sich von einem Psychiater, Facharzt oder von einem
    Neurologen die Dringlichkeit einer Psychotherapie zum jetzigen
    Zeitpunkt bestätigen.

Einen sehr guten Überblick über das Kostenerstattungsverfahren liefert auch die aktuelle Broschüre der Bundespsychotherapeutenkammer, die Sie hier als PDF herunterladen können.

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